Die Verkehrstunnel I und II dienten zur kreuzungsfreien Fahrt zwischen dem Leipziger Hauptbahnhof (Gleise 6 und 7) und in Richtung Dresden und Altenburg. Der "Verkehrstunnel I" wurde in den Jahren 1908 bis 1909 gebaut und ist 206 Meter lang gewesen. Er wurde im Zuge der City-Tunnel-Bauarbeiten abgebrochen, zugeschüttet und auch betoniert. Im Februar 2014 ist noch der Tunnelmond kommend aus Richtung Dresden zusehen. Der "Verkehrstunnel II" wurde in den Jahren 1914 bis 1917 gebaut und ist 177 Meter lang. Dieser ist seit dem 8. Februar 2014 nicht mehr im Betrieb. Da die Fahrleitung niedrig hing, war sie dauern spannungslos und geerdet gewesen.

Errichtet wurden die beiden Verkehrstunnel durch die Postverwaltung, die unweit ihren Postbahnhof hatte und ihre Postwagen möglichst mit wenigen Rangierungen von und zu den Zügen der Preußischen Staatseisenbahn bringen wollte. Kommend vom Hauptbahnhof führte das Gleis 7 zum Verkehrstunnel I und das Gleis 10a zum Verkehrstunnel II und mündeten beide vor der Brandenburger Brücke ins Gleisbett der Sächsischen Staatseisenbahn. Sie dienten auch dem Personenverkehr in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung sowie der S-Bahn in den Jahren 1969 bis 2004.